--- title: "Warum ein offenes Büro" date: 2026-05-22 tags: ["büroführung", "praxis", "open-source"] summary: "Ein offenes Architekturbüro ist nicht karitativ — es ist praktischer, robuster, ehrlicher." color: sakura --- Architektur ist traditionell ein geschlossener Beruf. Wettbewerbe sind nicht-öffentlich, Verträge nicht-verhandelbar, Werkzeuge proprietär. Wissen wird gehortet, weil es als Wettbewerbsvorteil verstanden wird. Wir bezweifeln, dass das stimmt. **Offen** zu arbeiten heisst hier dreierlei: 1. **Texte und Notizen sind öffentlich.** Wer mitlesen will, kann das. 2. **Werkzeuge sind frei.** Programme wie DOSSIER und RAPPORT sind quelloffen, andere dürfen sie nutzen, anpassen, weiterbauen. 3. **Verträge und Honorare sind dokumentiert.** Wir zeigen, wie ein offenes Büro sich finanziert, ohne das gegen sich zu drehen. Das ist kein karitatives Projekt. Es ist eine Wette darauf, dass **Offenheit produktiver ist als Abschottung** — für die Praxis, für die Kollegen, für die Disziplin. — mehr dazu in den folgenden Notizen.