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| Typus und Modell | 2026-05-28 |
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Eine kurze Unterscheidung — und warum sie fürs Entwerfen praktisch ist. (Musterbeitrag mit Fußnoten.) | kusa | text |
Quatremère de Quincy trennte im frühen 19. Jahrhundert Typus und Modell: Das Modell ist die exakte Vorlage zum Kopieren, der Typus dagegen ein Prinzip, das viele verschiedene Werke begründen kann.1
Rafael Moneo griff diese Idee 1978 wieder auf und machte sie für die Praxis brauchbar — der Typus ist kein Käfig, sondern ein Ausgangspunkt, gegen den man entwirft.2 Aldo Rossi schließlich verband den Typus mit der Stadt: als dauerhaftes Element, das den Wandel überdauert.3
Fürs Büro heißt das konkret: Wer den Typus einer Aufgabe versteht, entwirft nicht aus dem Nichts, sondern variiert bewusst. Das spart Zeit und macht Entscheidungen begründbar.