--- title: "translation" slug: "translation" date: 2026-02-01 thumbnail: "/img/translation/grid-collage.webp" schools: ["hslu"] degrees: ["ma"] images: - { src: "/img/translation/grid-collage.webp", name: "grid-collage.webp" } categories: ["design", "text"] --- in der zusammenarbeit mit tim schwander und jérôme arnold entsteht eine auseinandersetzung mit architektonischen denkweisen, die weniger zitiert als vielmehr übersetzt werden. die arbeit versteht sich als experimentierfeld, in dem ordnungssysteme, landschaft und fragment sich gegenseitig verschieben. ein durchgehendes raster legt sich über die gesamte komposition – inspiriert vom metaphorischen arbeiten von oswald mathias ungers. das grid definiert zunächst klarheit und systematik, verliert jedoch durch überlagerung und massstabsverschiebung seine eindeutigkeit. mass wird relativ, hierarchien lösen sich auf. die räumlichen elemente sind isometrisch gesetzt und erzeugen eine additive tiefenwirkung ohne klassischen fluchtpunkt. fläche wird zu topografie, struktur zu oberfläche – eine architektonische dialektik zwischen system und ort, typologie und situation. so entsteht keine abgeschlossene komposition, sondern ein offenes system: fragmentiert, geschichtet, widersprüchlich – und gerade dadurch kohärent.